Lebensenergie Blog Archive - Marcus Kerti
Ich bin ein Trainer und Coach der mit Begeisterung, persönlicher Leistung, wertschätzender Kommunikation, hohem Verständnis und jede Menge Spaß, sich selbst und andere täglich fördert und fordert und so mit großem Elan, innerer Freude und der nötigen Ruhe durchs Leben geht!
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#9- Weltmeister oder kein Meister?

 

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Klar waren viele Deutsche mit Sicherheit gestern nach dem Schlusspfiff enttäuscht, nachdem die deutsche Nationalmannschaft es in 100 Minuten nicht schaffte gegen Südkorea ein Tor zu schießen! Was zur Folge hatte, dass der Weltmeister von 2014 in der Vorrunde ausgeschieden ist. Dieses Schicksal hat auch schon andere europäische Weltmeister vor uns ereilt- in Deutschland 2006 Frankreich, in Südafrika 2010 Italien und in Brasilien 2014 Spanien!Gibt es hier Parallelen? Ein Fluch der Fußballgötter? Was ist es ganz konkret, das mit diesem WM Pokal und Titel im Rucksack, wie es gestern Joachim Löw     sagte- „lähmt“?

Hier will ich nicht zwangsläufig die Vergangenheit bemühen, um des Rätsels Lösung zu finden. Doch passt aus meiner Sicht eine Situation aus der jüngeren Vergangenheit, wie die Faust auf´s Auge! Vielleicht können sich noch Einige von Ihnen erinnern, welche Wellen es in diesem Jahr in Fußball Deutschland schlug, als sich Per Mertesacker zu Wort meldete! Ein Spieler mit großem Verdienst um den deutschen Fußball sowohl national, mit der Nationalmannschaft als auch international über viele Jahre als Profi bei Arsenal London. Aus meiner Perspektive ein Vorzeige Profi was Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Klarheit gepaart mit Charakter anbelangt. Dieser Per Mertesacker erlaubte sich doch tatsächlich zuzugeben, dass im Profifußball (und nicht nur dort! Anmerkung der Redaktion) der Druck extrem groß, ja zu hoch und fast nicht mehr zu händeln ist. Und das war gut so! Ich ziehe den Hut vor diesem Eingeständnis und seiner Aussage! Das ist es, was Spitzensportler lähmt- der Druck! Woher der auch immer kommt? Hierfür gibt es eine Vielzahl von Begrifflichkeiten die wir synonym verwenden können: Angst, Frust, Freude, Wut, Zorn, Ärger, Scham, Hilflosigkeit, Kraftlosigkeit….Und die Liste wäre noch seitenweise fortzusetzen.

Die Gemeinsamkeit dieser ganzen „Worte“ ist, die damit verbundene Emotion! Die Emotion in jedem Menschen, die uns dazu führt, mit bestimmten Situationen nicht umgehen zu können oder nicht so, wie wir es gerne auf bewusster rationaler Ebene tun würden. Also gehemmt zu sein, gelähmt, antriebslos, ungeduldig, unruhig, gestresst, aufgewühlt, unkonzentriert, schwer, angespannt, Druck verspürend…. Auf den Punkt gebracht- ein Gefühl in uns, das uns auf allen Ebenen des Körpers „lähmt“ und wir unsere persönliche Leistung nicht abrufen können, ja teilweise sogar krank werden oder uns verletzen! Deshalb arbeite ich im Spitzensport und Business mit dem memotional® Diagnostik Tool. Was ich nach der mutigen Aussage von Per Mertesacker nicht unterstütze, sind die Aussagen von ehemaligen Fußballprofi´s und Experten! „Druck gehöre dazu und als Profi musst du wissen damit umzugehen, schließlich führt Druck zur Leistungssteigerung und Motivation. Jeder der nicht damit umgehen kann, sollte sich fragen, ob er richtig ist im Fußball.“ Diese Aussage ist menschenunwürdig und ich kann in keinster Weise zustimmen! Und nur mal so zur Erinnerung als diese „Experten“ selbst noch spielten, was waren dann damals die Problematiken? 1978 in Argentinien gegen Österreich unter Helmut Schön oder 1994 in den USA gegen Bulgarien unter Berti Vogts! Auch in der Vergangenheit der druckressistenten Experten gab es Ereignisse, die zu schmerzhaften Niederlagen geführt haben. Was auch absolut in Ordnung ist, denn wir sind alle Menschen mit Fehlern und Schwächen.

Um etwas tiefer in die Thematik einzusteigen- Jeder von uns wird „geleitet“ von unserem Unterbewusstsein, ob wir es glauben wollen oder nicht! In diesem sind unsere ganzen Erfahrungen, Erlebnisse, Misserfolge und Emotionen unseres ganzen Lebens abgespeichert. Dieses Puzzle an verschiedenen Lebenserfahrungen, ist ein Labyrinth der Emotionen, das wie kleine Sabotageprogramme wirkt. Wir werden buchstäblich von unseren Emotionen aus der Vergangenheit, wie eine Art Navi täglich durchs Leben geführt! Solange unsere Emotionen aus der Vergangenheit, die im Unterbewusstsein verankert sind, nicht geklärt (gelöscht) sind, können wir nicht unsere optimale Leistung abrufen oder werden krank bzw. verletzen uns. Wenn sie mal kurz überlegen, was in den letzten Zeilen Stand und sich jetzt die Fragen stellen- Welche Spieler im Team konnten tatsächlich ihre optimale Leistung abrufen? Gab es Spieler die Verletzungen vor der WM hatten ( Manuel Neuer, Jerome Boateng)?

Dieses Thema können wir nicht auf kognitiver Ebene lösen! Da helfen keine Gespräche oder klassisches Mentaltraining und Coaching. Der Ansatz der memotional® Diagnostik, auf die Emotionen einzugehen und diese im Unterbewusstsein zu klären, um ohne Stress und mit mehr Energie seine persönliche Leistung abzurufen und präventiv gegen Verletzungen oder Krankheit zu arbeiten ist hier definitiv ein idealer Ansatz, der sich die letzten Jahre bewährt hat.

Aussagen von Joachim Löw und Oliver Bierhoff und einigen Spielern- sie haben viel intern geredet, Einzelgespräche geführt und die Themen direkt angesprochen; jedoch fehlte die Leichtigkeit und wir konnten zu keiner Zeit unsere wahre Leistung abrufen, unser letztes gutes Spiel war im Herbst 2017- bestätigen, das bereits von mir geschriebene und beschriebene Thema Emotionen. Was ich in meiner täglichen Arbeit mit den Sportlern erlebe, wenn Emotionen nicht geklärt sind und mit der memotional® Diagnostik teste und löse!

Jetzt kommen auch noch Phrasen, wie die Spieler seien „satt“! Waren sie selbst nach dem Essen schon mal satt? Haben sie dann irgendwann trotzdem wieder was gegessen oder ihr ganzes Leben darauf verzichtet? Warum sollten Spieler also „satt“ sein, sie haben vielleicht nur Lust auf anderes Essen, also übersetzt auf anderes außer vielleicht Weltmeisterschaft und Titelverteidigung! Das sollte frühzeitig geklärt werden, ebenso wie die dahinterliegende Emotion, um dann eine bewusste Entscheidung zu treffen und daran zu arbeiten. Können sie sich erinnern wer nach der WM 2014 eine bewusste Entscheidung getroffen hat? – Per Mertesacker, Rücktritt!

„Satt“ ist irgendwie ja auch eine Metapher für orientierungslos, ohne Ziel zu sein! Also will ich überhaupt nochmal Weltmeister werden? Bewusst sagt jeder ja klar, wie sieht es in unserem Unterbewusstsein aus, spielt mir hier mein innerer Saboteur einen Streich und macht mir einen Strich durch die Rechnung? Deshalb geht es darum solche Sabotageprogramme aufzuspüren und umzuwandeln, im Idealfall auch den dahinterliegenden Stress, der mit der Emotion verbunden ist, zu lösen- so wie mit der memotional® Diagnostik. Das ist die Zukunft im Sport im Besonderen und für jeden Menschen im Einzelnen, denn wir tragen alle unseren Rucksack voll Emotionen mit uns herum!

Ja es geht um König Fußball, doch ist es so wichtig, dass die ARD zur Primetime eine Art Brennpunkt bringt? Ich finde nicht! Lasst das ganze Team mal die Ereignisse der letzten Tage verarbeiten und auch „trauern“. Es gibt wahrlich Wichtigeres auf der Welt! Es steht uns auch nicht zu, über andere Menschen zu urteilen, auch wenn es „unsere“ Nationalmannschaft ist. Was ich hier die letzten 12 Stunden gehört und gelesen habe, ist unter der Gürtellinie. Ich wünsche mir, dass das Thema Emotionen endlich ihre Berechtigung und Erlaubnis im Sport und der Gesellschaft bekommt und somit zur Persönlichkeitsentwicklung von Jedem einzelnen beitragen kann. Ich freue mich wenn sich immer mehr Menschen für die memotional® Diagnostik entscheiden und ich in Zukunft auch dem DFB Team helfen darf :-)

Abschließend die Antwort auf die Frage Weltmeister oder kein Meister- Jeder ist und bleibt für sich ein Meister seiner selbst!

Mit sportlichem Gruß

Marcus Kerti

Diplom Mentaltrainer, Sportkinesiologe, memotional® Coach

#8 „Sturmflut statt Eiszeit“

Silbermedaille Ein Extrablog zum Silbermedaillengewinn unserer Eishockeynationalmannschaft in Pyeongchang/Südkorea 2018. Viele sprechen vom Beginn einer neuen Eiszeit. Doch ich bin der Meinung, dass das was gerade über uns hereinbricht eine „Sturmflut“ ist und zwar im positiven Sinne.

Aber jetzt erst einmal der Reihe nach.

Nach einer erfolgreichen Olympiaqualifikation für Pyoengchang 2018, nach der Abstinenz 2014 in Sotchi, waren unsere Deutschen Eishockeyspieler wieder bei einer Olympiade vertreten. Der Start in das Turnier, war alles andere als verheißungsvoll nach der Auftaktniederlage gegen Finnland. Doch was dann passierte war doch für alle Eishockey Fanatiker und alle die es in den nächsten Wochen noch werden sollten eine spektakuläre Geschichte und Leistung unseres Teams.

Bereits bei der 0:1 Niederlage gegen Schweden trauten die Skandinavier kaum ihren Augen. Ebenso mag es den vermeintlichen Experten an den Bildschirmen zu Hause und in Südkorea gegangen sein. Wir waren mit dem Weltmeister auf Augenhöhe, wenn nicht sogar darüber! Hoffnung keimte auf, die manche Kritiker als Strohfeuer bezeichneten, das sich, wie sich noch herausstellen sollte, zu einer waren langanhaltenden Explosion wandelte! Nerven aus Stahl war dann das Motto für das abschließende Vorrundenspiel gegen Norwegen mit einem knappen Sieg im Penaltyschießen. Und den Meisten dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Gott sei Dank wenigstens das 1/8 Finale ist erreicht- keine direkte Blamage für das deutsche Eishockey in Südkorea! Doch wie wir beobachten konnten, wuchs das Team mit seinen Aufgaben und die Ruhe und Struktur unseres Bundestrainers war klar erkennbar. Es waren Spielwitz und ein klares System zu erkennen, mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist und auch Werte wie Glaube, Wille, Einsatz oder Mut konnten wir immer wieder aus verschiedenen Mündern der Jungs entnehmen. Somit ging es auf zum Derby gegen die Schweiz. Die Eidgenossen waren sicherlich aufgrund der Erfolge der jüngeren Vergangenheit als leichte Favoriten ins Spiel gegangen. Doch auch hier zeigte die Mannschaft Charakter. Sie gewann in der Verlängerung mit 2:1. Jetzt hieß es 1/4 Finale!

Gegner waren wieder die blau gelben „Elche“ aus der Vorrunde gegen die wir ja in der Gruppenphase noch den „Elchtest“ verloren hatten! Gegen Schweden war somit noch eine Rechnung offen, die wir mehr als beglichen haben! Ein grandioses Eishockeyspiel wurde mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Spätestens hier wurde Einigen klar, was möglich ist- auf ins Halbfinale gegen den Rekordweltmeister, das Mutterland des Eishockeys-  Kanada! Wer jetzt noch der Meinung war, er kann das Team D unterschätzen oder sich über uns lustig machen, wurde eines Besseren belehrt! Denn auch Kanada, sollte es nicht schaffen, uns auf unserem Weg Geschichte zu schreiben zu hindern. Das Team gewinnt nach einem Spiel, wo mir die Superlative fehlen mit 4:3! Bombastisch, Mega, Hyper, Gigantisches Eishockey mit Kombinationsspiel vom Allerfeinsten, wo so manchem kanadischen Zuschauer und auch Spieler das Lachen vergangen sein dürfte. Wie heißt es doch so schön in einem österreichischen Lied: „zwigt`s mi, i glab i dram“.

Nein und es war kein Traum-diese Wahnsinns-Truppe um Marco Sturm hat Historisches erreicht, Geschichte geschrieben und geht in die Annalen ein. Olympisches Finale! Erstmals seit 1976 in Innsbruck eine Medaille einer deutschen Eishockey Nationalmannschaft! Und so konnten sie kommen- die Olympischen Athleten aus Russland, um sich mit uns im Endspiel zu messen. Und es war jede Minute wert, das frühe Aufstehen um 5.10 Uhr MEZ, um unseren Jungs die Ehre zukommen zu lassen, die sie sich verdient und die letzten Wochen erarbeitet haben. Das war Werbung für den Deutschen Eishockeysport vom Feinsten, mit hohem Tempo, Leidenschaft, Kampfgeist die typisch Deutschen Tugenden, aber auch solchen die uns bis jetzt vielleicht noch nicht so bekannt waren, wie Kombinationsspiel, Ruhe, Spielwitz, Überzahlspiel…

Tja, was soll ich sagen, die Jungs hatten eine Hand schon golden eingefärbt. Doch 55,5 Sekunden fehlten bis zum Sieg. So ging es mit einem 3:3 in die Verlängerung. Und am 25.02.2018 um 7.55 Uhr MEZ stand der größte Erfolg einer Deutschen Eishockey Nationalmannschaft fest- Gewinn der Silbermedaille!!! Ich finde nicht, dass sie die Goldmedaille verloren haben, sie haben großartiges für unser Land geleistet und sich selbst und jeden Eishockeyfan stolz gemacht! Jetzt liegt es an uns allen, was wir aus dieser Steilvorlage machen….

Und darum drehen sich jetzt auch die nächsten Zeilen, die Alle, die mit der schnellsten Mannschaftssportart der Welt verbunden sind, zum Nachdenken animieren sollen! Doch jetzt lassen wir die Zusammenfassung der Ereignisse mal hinter uns und betrachten das Ganze nochmal aus einer anderen Perspektive.

Wenn wir es mit dem Wetterbericht halten, dann hätte dieser am 09.02.2018 eine starke Sturmflut namens Marco über Südkorea für die nächsten Wochen voraussagen müssen, mit dem Silbernen Medaillenregen am Horizont des 25.02.2018 als Höhepunkt dieses Wetterspektakels. Doch sie wissen ja wie das mit dem Wetterbericht so ist… und ehrlich gesagt, wenn wir gewusst hätten was auf uns zukommt, wäre dann eine solche Eishockeyeuphorie im Land des Fußballweltmeisters entstanden? Diese Frage darf sich Jeder selbst beantworten. Eine wahnsinnig geile olympische Zeit, ist mit dem Gewinn der Silbermedaille zu Ende gegangen. Das, was das Team einschließlich aller Beteiligten mental und körperlich geleistet hat, entbehrt sämtlicher Superlative und macht eine ganze Nation stolz, im Besonderen die Eishockeyszene als Randsportart. Welche Werte können wir unserem Team denn zuschreiben, die sie auszeichnen  Mut, Glaube, Wille, Teamgeist, Zusammenhalt, Demut, Angst, Vertrauen, Selbstbewusstsein, Positivität, Aktivität, Spielwitz, Ausdauer, Fitness, Zufriedenheit, Dankbarkeit, Ehrgeiz, Einsatz, Treue, Verbundenheit, Inspiration, Ruhe, Entspannung, Fokussierung, Qualität, Kritikfähigkeit, Wissen, Stärke, Kraft, Explosivität, Blocken, Interesse, Optimismus… um nur Einige zu nennen, wobei die Liste bestimmt nicht vollständig ist.

Sowohl in den Interviews als auch Bildern rund um das Team waren immer wieder 2 Punkte auffällig. Das Thema Glaube, was auch in großen Buchstaben in der Kabine hing, und der Teamgeist, der sogar so ausgeprägt war, dass alle Namen der Spieler, auch derjenigen die nicht dabei waren (verletzt, auf Abruf oder NHL) an der Wand standen. Chapeau! Aus meiner Sicht ein genialer Schachzug des Teams um Marco Sturm. Das schweißt zusammen, kräftigt die Persönlichkeit jedes Einzelnen und die mentale Stärke. Wir sind alle Zeitzeugen eines neuen „Wintermärchens“ geworden! Unsere Jungs haben Geschichte geschrieben, was für die nächsten Jahre und Generationen an jungen Kufencracks extrem wichtig ist! Wer der Kids kannte denn noch die Helden vergangener Tage wie Kühnhackl, Schloder und die Kollegen, geschweige denn wer hat sie noch spielen sehen? Jetzt haben sie neue Idole, zu denen sie aufschauen können. Die sie live gesehen haben bei Olympia und die Möglichkeit haben sie im Fernsehen oder im Stadion auch in Zukunft anzusehen- die Silberjungs aus Pyeongchang! Neue Kindheitsträume können entstehen, die in den nächsten Jahren zu einer realen Vision reifen sollen! Nur so ist es möglich die „Massen“ in Zukunft zum Eishockey zu bewegen und neuen Nachwuchs für die Vereine zu generieren. Denn um Qualität zu bekommen ist auch ausreichend Quantität von Nöten.

Ein weinendes Auge habe ich doch trotz der ganzen Euphorie. Das Alles hätte noch besser laufen können für das deutsche Eishockey! Nein, nicht die Goldmedaille. Die holen sich erst einmal unsere Fußballkollegen im Juli 2018 aus Russland zurück und wir dann bei der nächsten Gelegenheit… Nein ich meine, und vielleicht kann sich der Eine oder Andere noch daran erinnern, die Spiele 2018 sollten ursprünglich mal in München stattfinden! Stellen Sie sich nur einmal vor, wir hätten neue Spielstätten bekommen. Also mehr Möglichkeiten für den Nachwuchs, die wir nach einer Heimolympiade sowie großer Euphorie nach Silber zusätzlich hätten nutzen können. Ist ja auch Schnee von gestern und umso wichtiger, dass die nächsten Winterspiele fast vor der Haustüre sind – 2022 Peking!

Ich hoffe nur, dass die Verbände, Eishockeybund und Vereine es jetzt schaffen, zu handeln. Die Füße hochlegen und zu warten ist hier die falsche Einstellung. Nach dem Motto, ist doch alles super, wir haben die Silbermedaille- läuft! Es beginnt die entscheidende Zeit, die Aufbruchsstimmung für neue Wege, Ideen und Ansätze zu nutzen. Kinder, Eltern und die Öffentlichkeit für die schnellste Mannschaftssportart der Welt zu begeistern und mehr Nachwuchs zu schaffen auf dem Weg zu den nächsten Medaillen, egal ob Olympia oder Weltmeisterschaften!

Alle bedeutenden großen Vereine, Verbände, Unternehmen und Konzerne weltweit haben eines erkannt… Wenn der Erfolg am Größten ist bzw. die Gewinne durch die Decke gehen, ist es Zeit in die Zukunft zu investieren und neue andere Wege zu gehen, Strukturen zu ändern, neue Personen zu integrieren um auch in Zukunft an der Weltspitze zu stehen. Da bedarf es auch einmal unkonventioneller und anderer Entscheidungen und vor allem Mut! Es dreht sich im Sport schon lange nicht mehr nur um Taktik, Technik, Athletik und das Material. Es geht viel mehr um den Menschen, seine Persönlichkeit mit all seinen Emotionen und mentaler Stärke! Ich hoffe für das deutsche Eishockey, dass wir nicht im Glanz der Silbermedaille erstarren, sondern den Mut, Offenheit und Neugierde finden, aus Silber Gold zu machen. Auf dem Weg zu neuen Helden und Idolen, dass es nicht wieder 42 Jahre dauert.

Hierzu will ich Ihnen ein paar Fragen an die Hand geben, um für sich selbst, Ihren Verein oder Verband zu prüfen, wie weit Sie schon Ihr ideales Line Up gefunden haben…?

Wie akquirieren wir neue Kinder für unseren Verein nach dem Motto „Willst du auch zum Helden/in werden und beim Gewinn der nächsten Medaille bei den Olympischen Spielen im Eishockey dabei sein.“?

Wie entwickeln wir bei uns Persönlichkeiten, wo Emotionen und mentale Stärke im Vordergrund stehen?

Wie ist die Qualifikation in unserem Trainerstab und wo liegt der Unterschied zwischen Übungsleiter, Eishockeylehrer und Trainer?

Wie gehen wir mit den neuen gestiegenen Erwartungen der Eltern, Kinder, Trainer und der Öffentlichkeit um?

Wie grenzen wir uns gegenüber anderen Sportarten im Bereich Qualität, Begeisterung, Trainingsmethodik und neuen Wegen ab?

Wie sind unsere Strukturen im Management, Vorstand oder Vereinsführung? Und sind sie dem Glanz der Silbermedaille gewachsen?

Für Fragen zu den einzelnen Punkten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich bin mir bewusst, dass die ganze Eishockeyfamilie und ich spreche von denen, denen das Deutsche Eishockey und der Nachwuchs am Herzen liegen jetzt die Möglichkeit haben, was zu verändern.

Deswegen meine Bitte- Pack ma´s an! Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt, der perfekte Zeitpunkt ist immer jetzt! Lieber unperfekt gestartet, als perfekt gewartet!

Mit sportlichem Gruß

Marcus Kerti

Diplom Mentaltrainer, Kindermentaltrainer, Sportkinesiologe

 

#7- Kopf 4.0- mentale Stärke in Zeiten der Digitalisierung

Digital
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht- doch spricht momentan fast Jeder über das Thema Digitalisierung. Dann hab ich mir gedacht gut- ich jetzt auch! Nachdem jetzt schon einige Vorträge in Firmen von mir zu dem Thema ins Land gezogen sind, ist aus meiner Sicht auch der richtige Zeitpunkt meine Erfahrungen im Blog mit Ihnen zu teilen. Sozusagen meine Sicht der Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Zuerst vielleicht mal was versteckt sich denn hinter diesem Begriff Digitalisierung? Beschreibung des Begriffs im Internet unter Wikipedia:  Digitalisierung bezeichnet allgemein die Veränderungen von Prozessen, Objekten und Ereignissen, die bei einer zunehmenden Nutzung digitaler Geräte erfolgt. Im ursprünglichen und engeren Sinne ist dies die Erstellung digitaler Repräsentationen von physischen Objekten, Ereignissen oder analogen Medien. Im weiteren (und heute meist üblichen) Sinn steht der Begriff insgesamt für den Wandel hin zu digitalen Prozessen mittels Informations- und Kommunikationstechnik.

Dass auch ich mich mit der Thematik für meine Vorträge zu befassen habe, habe ich zwei Erlebnisse zu verdanken, die ich Ihnen kurz schildern will. Eines Tages kam mein Sohn von der Schule, in der er die 2.Klasse besucht, nach Hause und erzählte mir ganz stolz, dass in Deutschland die Digitalisierung voranschreitet. Aha sagte ich! Ja, weißt Du Papa das hat mit der Industrie 4.0 zu tun. Ok war meine Antwort. Das nur ein kleiner Auszug aus dem Gespräch am Mittagstisch. Wie Sie vielleicht schon an meiner eher kurz gehaltenen Antworten erkennen können, war ich fast sprachlos und ich kann Ihnen sagen, das passiert einem „Speaker“, wie mir, nicht oft! Das zweite Erlebnis ist für mich auch sehr prägend denn meine Mama arbeitet in einem ganz kleinen, aber feinen Schreibwarenladen, wo jetzt auch schon seit einiger Zeit mit Computern gearbeitet wird! Als sie mir jedoch erzählte, dass bei ihnen das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda steht, wurde ich das zweite Mal hellhörig. Ich wusste, Marcus jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, indem es die Digitalisierung auch in deine Vorträge geschafft hat! Denn nach diesen beiden privaten Erfahrungen war mir klar diese „Digitalisierung“ hat mehrere Generationen befallen- Minimum 3! Also war es höchste Zeit dem Ungetüm den „Kampf“ anzusagen…was ich auch tat!

Ich stellte mir die Frage was fehlt bzw. was ist das Wichtigste bei der Digitalisierung? Nachdem es im Großen und Ganzen um „Veränderung“ geht, machte ich mich auf den Weg, bei einigen großen Firmen nachzufragen, wo denn die Veränderung bezüglich der Digitalisierung beginnt? Die Antworten will ich Ihnen erst mal ersparen. Nein, nicht, dass sie nicht korrekt oder falsch gewesen wären. Nur sehr komplex und für mich als fachlichen „Laien“ schwer verständlich! Am Ende der Gespräche fragte ich immer, ob Sie denn auch an meiner Antwort aus Sicht eines Diplom Mentaltrainer interessiert wären. Ja, selbstverständlich sehr gerne war die generelle Antwort. Ich schätze Ihre Ausführungen sehr, nur haben Sie für mich ein winziges Detail vergessen! Was oftmals zu Fragezeichen in den Augen der Gesprächspartner führte. Wenn Sie Ihre Firma, Mitarbeiter und Partner auf das Thema Digitalisierung vorbereiten, einstimmen und fit machen wollen, dann fehlt etwas ganz Entscheidendes aus meiner Sicht. Denn Veränderung beginnt im Kopf! Solange die Menschen, die mit diesem Projekt vertraut sind, nicht im Kopf die Veränderung positiv vollzogen haben, ist das Ganze nur ein Experiment und oftmals zum Scheitern verurteilt! Alle Beteiligten in diesem Prozess benötigen mentale Stärke, um mit der neuen Herausforderung umgehen, klar kommen und diese umsetzen zu können. Liebe Firmenchefs, Gesellschafter, Geschäftsführer, Personalleiter…unterschätzen Sie die „Macht“ der Gedanken nicht, die sich in Firmenkreisen für weit über 50% des Erfolgs verantwortlich zeigen! Und Ihnen somit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern verschafft, den diese so schnell nicht aufholen werden! Was noch hinzu kommt, wenn die Mitarbeiter in der „Schaltzentrale“ der Veränderung- ihrem Gehirn erst einmal verstanden haben, warum Digitalisierung wichtig ist und welche Rolle in der Umsetzung der „Kopf“ spielt, haben Sie für die nächsten Jahre vorgesorgt, auch und gerade unter dem Aspekt Fluktuation sehr interessant. Wenn es um Veränderungen geht, ist der Kopf das entscheidende Instrument. Wenn Sie dieses perfekt „gestimmt“ haben und beherrschen, spielt es eine herrliche Melodie und trägt zum Erfolg jedes Einzelnen und in der Summe der Firma bei. Und ich denke Sie stimmen mir zu, Veränderungen kommen die nächsten Jahre noch einige auf uns zu und in immer kürzeren Abständen!

Die mentale Stärke wird zum „Softfact“ für die erfolgreiche Zukunft!

Denn am Tag X die optimale Leistung abzurufen, unabhängig von inneren und äußeren Einflussfaktoren, in einer immer schnelllebigeren Zeit, ist das Erfolgsrezept einer starken Persönlichkeit! Wovon Sie hoffentlich viele in Ihrer Firma angestellt haben oder Sie aktuell dahin entwickeln… Denken Sie daran Kopf 4.0 ist der vermeidliche Gegenspieler zur Industrie 4.0 doch bei genauer Betrachtung ist er die Lösung auf dem Weg dahin. Der Kopf ist der Einstieg in die Digitalisierung und der „Starspieler“ dieser zugleich, um in der Industrie 4.0 in Zukunft zu bestehen. Die perfekte und zugleich unverzichtbare Eigenschaft auf dem Weg zum Start-Ziel-Sieg ist die mentale Stärke jedes Einzelnen. Auf den Punkt gebracht ist die Persönlichkeitsentwicklung der Schlüssel zum Erfolg! Ich freue mich über viele Rückmeldungen von Ihnen und bin dankbar für die vielen Anfragen für weitere Vorträge zu dem Thema, die mich die letzten Wochen schon erreicht haben. Wie Sie es gewohnt sind, bekommen Sie auch in diesem Blog einige Affirmationen für Ihre persönliche Veränderung an die Hand.

Ich genieße die Veränderung und es ist gut anzusehen, wozu ich auf allen Ebenen fähig bin.Schattenspiele

Ich habe die Motivation und Willenskraft.

Ich finde es toll zu lernen, zu wachsen und mich zu wandeln.

Also nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern mit Kopf 4.0 zu eigener Stärke und mit Freude an der Digitalisierung Richtung Industrie 4.0.

Viele Grüße

Ihr „Kopfexperte“

Marcus Kerti, Diplom Mentaltrainer

#6- Stress, halb so schlimm?

Meer

Aus meiner Sicht ein spannendes und zugleich „krankes“ Thema. Warum? Das kläre ich ein Stück weit in meinem September Blog. Das Thema habe ich gewählt, da ich in meinen Stresscoachings und den Vorträgen feststelle, dass Jeder über Stress spricht. Jedoch Wenige wissen, wie er tatsächlich entsteht und die Wenigsten haben eine Lösung parat. Dieses umfassende Gebilde Stress, kann ich auch nicht in einem Blog abhandeln und lösen. Allerdings, wie Sie es von mir jetzt schon gewöhnt sind, will ich Sie wachrütteln und zum Nachdenken anregen. Wenn ich das schaffe, habe ich ein Teilziel erreicht. Ich will nicht auf spezielle Krankheitsbilder oder besondere Szenarien eingehen. Eins ist dennoch unumstritten- Stress macht langfristig krank! Stress beginnt viel früher als die meisten Menschen denken. Nämlich genau jetzt! Ja genau in diesem Augenblick mit nur einem einzigen Gedanken können Sie Stress erzeugen. Und genau das sagt Ihnen Keiner, wissen die Wenigsten und Viele wollen es auch nicht wahrhaben. Viele von uns sind der Meinung, Stress habe ich dann, wenn ich körperlich etwas spüre. Das ist weit gefehlt, denn alleine durch den Gedanken an Etwas, erzeugen wir im ganzen Körper Stress. Der Filter, für das ganze Szenario, das in unserem Körper aufgrund von Gedanken ausgelöst wird, ist unser Gehirn. Von außerhalb kommt ein Reiz, Gedanke oder Wahrnehmung und dann beginnt das ganze Prozedere. Unser Gehirn prüft, ob die Situation positiv, neutral oder negativ (gefährlich) ist. Wenn Sie von unserem „Chef“ als positiv oder neutral eingestuft wird, ist alles in bester Ordnung und es tritt kein Stress auf. Wenn der „Scanner“ zwischen unseren Ohren allerdings Alarm schlägt und die Lage als gefährlich ansieht, wird für eine Lösung nach Referenzen in Form von Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gesucht. Sollte das der Fall sein, ist wiederum die Gefahr von Stress gebannt. Wenn nicht, wird im Körper das komplette Notfallprogramm alarmiert. Herzschlag erhöht sich, Blutdruck steigt, Blutgefäße verengen sich, Blutzuckerspiegel steigt, Blutgerinnung steigt, Denkblockaden entstehen, Muskeln verhärten sich, Bronchien und Pupillen weiten sich- um nur einige Punkte zu nennen. Unser System schaltet ganz automatisch in den Kampf- und Fluchtmechanismus um- eigentlich ziemlich schlau! Dieser wird auch eingeschaltet, wenn Sie nur an eine Situation denken, Sie müssen nichts live erlebt haben! Das ist das Fatale am Stress und deshalb sind wir ihm sekündlich und oftmals den ganzen Tag ausgesetzt, obwohl wir nichts Dramatisches erlebt haben. Doch ein Gedanke reicht aus. Der Kampf- und Fluchtmechanismus war früher in der Steinzeit überlebenswichtig, um sich zum Beispiel auf der Jagd zu schützen. In der heutigen Zeit führt Sie dieses System langfristig zu körperlichem Unbehagen bis hin zu Krankheitssymptomen. Denn unser Körper ist für Dauerstress nicht konstruiert und kann diesen auch nicht verarbeiten. Viele von uns leben den ganzen Tag im Stressmodus. Eine kurze Geschichte aus dem täglichen Leben soll Ihnen das verdeutlichen.

Sie stehen in der Früh auf und obwohl der Wetterbericht das schönste Wetter prognostizierte schüttet es aus Eimern. Sie müssen Ihre luftigen Sommersachen in den Schrank räumen und stattdessen die warmen langen Sachen anziehen, was Sie innerlich schon auf die Palme bringt. Das Wetter haben Sie aber leider nicht selbst in der Hand. Auf dem Weg ins Bad trauen Sie Ihren Augen nicht, Ihr PartnerIn hat mal wieder die Zahnpasta Tube offen gelassen und einiges davon hängt auch noch im Waschbecken. In der Küche dann der nächste emotionale Aufreger- die bessere Hälfte hat trotz Abmachung vergessen das Geschirr abzuspülen und die Spülmaschine auszuräumen. Nachdem Sie das innerlich verkraftet haben hilft nur noch ein starker Kaffee am Morgen, der vertreibt Kummer und Sorgen. Weit gefehlt das Erste was passiert nach Betätigen des Anschaltknopfes ist die Meldung Wassertank füllen und die Zweite Satzbehälter leeren. Sie kochen vor Wut, da das immer nur Ihnen passiert und auch das Zeitfenster am Morgen solche außerplanmäßigen Ereignisse nicht zulässt! Sie beschließen kurzer Hand sich auf dem Weg in die Arbeit heute einen „Coffee to Go“ zu gönnen. Auf der Fahrt in die Arbeit sind Sie in Gedanken immer noch beim Geschirrthema das Sie nicht losläßt. Sie überlegen, wie Sie das Ganze heute Abend möglichst emotionslos klären können. Währenddessen sehen Sie auch noch Ihre letzte Rettung, den „Coffee to Go“ schwinden, denn vor Ihnen fährt ein ältere/r FahrerIn mit 30 kmh durch die Stadt, Sie sind kurz davor, ins Lenkrad zu beißen! Nachdem es endlich zweispurig wird, atmen Sie durch und drücken auf´s Gas- bis zur ersten roten Ampel. Wieder mal „rote Welle“ was natürlich immer und ausschließlich Ihnen passiert. Um den Bann der „roten Welle“ zu brechen, beschließen Sie leicht über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Solange bis Sie am rechten Straßenrand im Augenwinkel einen grauen VW Caddy stehen sehen. Doch es war kein „Blitzer“, sondern einfach nur ein Kurriertransport der eine Lieferung zugestellt hat. Also wieder rauf auf´s Gas um noch bei Grün die Ampel zu passieren- Mist es war doch schon Rot! Der sofortige Blick in den Rückspiegel prophezeit nichts Gutes- Polizei! Die komplette Gedankenrochade beginnt. Wie komme ich aus der Nummer raus? Bloß Nichts anmerken lassen, schön cool bleiben! In dem Moment rauscht die Streife auch schon an Ihnen vorbei, ein Einsatz. Ein Stoßgebet mit einem tiefen Atemzug geht gen Himmel und kurze Zeit später erreichen Sie leicht durchgeschwitzt und ohne Kaffee das Firmengelände. Noch ein kurzer Blick auf´s Handy für die Bestätigung der Verspätung. Schnell ab in die Tiefgarage! Und es ist nicht zu glauben, da steht doch tatsächlich jemand auf Ihrem Stammparkplatz. Eine bodenlose Frechheit! Wie soll ich diesen Tag bloß überstehen? Heute läuft auch mal wieder alles gegen mich!

Diese Geschichte oder ähnliche spielen sich tagtäglich ab und verursachen so Dauerstress in Ihrem Körper, obwohl es augenscheinlich keine lebensbedrohliche Situation gibt. Das Meiste spielt sich in Gedanken ab. Bleiben Sie wachsam und schenken Sie Ihren Gedanken die eine oder andere bewusste Aufmerksamkeit. Beobachten Sie mal wie Ihr Scanner den ganzen Tag über funktioniert! Damit Ihnen einiges leichter fällt gebe ich Ihnen auch diesen Monat wieder einige Affirmationen an die Hand.

 

Ich bin entspannt.

Ich bin ruhig und gelassen.

Ich liebe und akzeptiere mich.

Ich höre auf meinen Körper.

 

Ich wünsche Ihnen einen traumhaften und erholsamen September mit vielen neuen Ideen und Impulse auf Ihrem ganz persönlichen Lebensweg.

Ihr

Marcus Kerti

Stress- und Emotionscoach

#5- I.C.H

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Sie kennen bestimmt auch einige Guru`s, Motivationskünstler und Autoren in der Presse die Ihnen erzählen, Sie können Alles schaffen… Alles hängt nur von diesen 3 Buchstaben ab! Sie müssen es TUN! Ich sage, egal welchem Guru Sie in einer Halle mit 5000 anderen Leuten lauschen, zu welcher Höchstleistung er Sie im Moment animiert und wie großartig Sie sich nach diesem Event auch fühlen- es hängt aus meiner Sicht nicht mit den berühmten 3 Lettern zusammen, dem TUN. Klar sind Sie von außen so was von motiviert worden- also extrinsische Motivation- dass Sie Bäume ausreißen könnten, Sie schweben auf einer Wolke voller Glücksgefühle! Was passiert denn beim nächsten kleinen Windstoß? Sind Sie dann immer noch voller Überzeugung? Können Sie beim nächsten kleinen „Hindernisschen“ alles alleine klären? Sind Sie außerhalb der Masse von inspirierten Leuten auch noch in der Lage, den ersten Schritt zu TUN- ganz alleine? Wie viele der neuen „Alleskönner“ sind denn, wenn der HYPE nachlässt, noch schwächer, kleiner, deprimierter, ängstlicher, einsamer, alleingelassener, orientierungsloser…?

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, warum so viele Leute sich in der Menschenmenge so viel wohler fühlen? Nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid! Ich bin der festen Überzeugung, dass es nichts mit den berühmten 3 Buchstaben zu TUN hat, sondern mit den unbekannten oft vergessenen 3- dem ICH!

Alles hat mit uns selbst zu tun, mit dem wahren ICH. Erst wenn ICH für mich alles geklärt habe, kann ICH mit dem TUN beginnen. Dann werde ICH nicht nur den ersten Schritt wagen, sondern auch den zweiten und alle weiteren. Somit bin ICH bewusst im TUN. ICH kann mich auf Dauer nur selbst motivieren (intrinsische Motivation). Dass schaffe ICH nur, wenn ICH verstanden habe, dass ICH der Schlüssel für meinen Erfolg bin! => ICH bin der Beginn für´s TUN!

Leichter ist es natürlich wenn Andere schuld sind für meinen Zustand, Arbeit, Gefühle, Gewicht, Partner, Haus, Miete, Familie, Trauer, Selbstwert, Gehalt und noch vieles mehr. Dann bin ich wenigstens nicht der Schuldige! Aber geht’s immer darum einen Schuldigen zu finden? Geht es nicht viel mehr darum endlich mit dem täglichen jammern und den Schuldzuweisungen aufzuhören! Mal ehrlich zu mir sein, über meinen Schatten springen, Mut zu beweisen, den „Arsch“ zu bewegen, die „Eier“ in der Hose zu haben, auf den Tisch zu hauen und mir einzugestehen- ICH bin es um den es hier geht! ICH ganz alleine kann Vieles verändern, Veränderung beginnt bei mir, wenn ICH will!! Genau um das geht es und ganz ehrlich viele Leute wollen doch nicht. Es geht Ihnen mit den Leiden, Sorgen, Ängsten, Problemen und körperlichen Gebrechen doch gut. Sie bekommen Anerkennung die Sie sonst nicht bekommen würden. Sie bleiben im Gespräch.

Stellen Sie sich doch die Frage was Sie mit Ihrem Verhalten, Splin oder Angewohnheit sicher stellen? Also was ist Ihr persönlicher Vorteil daraus? Sie werden eine Antwort finden! Stellen Sie sich im Anschluss noch eine zweite Frage- wollen Sie diesen Vorteil überhaupt aufgeben, durch etwas anderes ersetzen obwohl es Ihnen damit ganz gut geht! Zum Schluss fragen Sie sich doch noch welchen Preis würden Sie für eine Veränderung bezahlen? Sprich was ist der Nachteil wenn Sie was ändern würden! Sollten Sie zu dem Entschluss kommen, dass doch alles ganz OK ist, so wie es ist! Wunderbar, jetzt brauchen Sie nichts TUN und das ICH hat es verstanden und ist glücklich. Für alle Anderen, die jetzt mit der Veränderung beginnen wollen sei gesagt, nur Sie selbst können es! Es beginnt beim ICH! Jede Veränderung beginnt im Kopf! Jeder noch so kleine Gedanke bringt Veränderung. So wie Sie über sich und Andere denken, so fühlen Sie sich! Wenn Sie in der Küche stehen und sich über den Abwasch ärgern, den Sie noch vom Vorabend zu erledigen haben, weil Ihr PartnerIn es nicht auf die Reihe bekommen hat. Sie sich überlegen wie Sie Sie/Ihn zurecht weisen werden. Oder frohen Mutes in die Küche kommen, sich auf den Abwasch freuen und totales Verständnis haben, dass Ihr PartnerIn das alles nach einem anstrengenden Tag nicht mehr schaffte und sich währenddessen überlegen was Sie/Ihm heute Gutes tun können. Eines ist klar, egal welche Gedanken Sie haben, den Abwasch „müssen“ sie erledigen! Und wer hält die Fernbedienung für seine Gedanken in der Hand? Ja ganz alleine ICH! An diesem kleinen pragmatischen Beispiel ist zu erkennen, wie uns die Gedanken durch den Tag leiten und uns programmieren. So ein negativer Gedanke kann uns den ganzen Tag „versauen“, ein positiver allerdings auch motivieren und begeistern! Drücken Sie doch auf Ihrer Gedanken Fernbedienung die „Stand-By“ Taste, damit Sie freundlich, positiv, gut gelaunt und dankbar durch den Tag gehen. Probieren Sie es aus, aber Achtung- es tut gut!

I.C.H steht für Intelligenz, Chance und Harmonie wenn Sie alles in sich vereinen ist viel gewonnen. Wenn Sie Ihre Intelligenz nutzen, bekommen Sie täglich viele neue Chancen die Ihnen das Leben präsentiert sich zu ändern damit Sie schlussendlich in Harmonie mit sich selbst und Anderen sind.

Meistens macht uns das Ego (lateinisch für Ich) einen Strich durch die Rechnung. Auch für den August gebe ich Ihnen einige Affirmationen an die Hand, für mehr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwert.

Ich verdiene das Gute im Leben.

Ich bin wertvoll.

Ich habe die Wahl.

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute, einen traumhaften Sommer und Entspannung pur.

Mit ganz bewussten Grüßen

Marcus Kerti

Diplom Mentaltrainer

 

#4- Familienurlaub…!

InselPassender kann das Thema zur jetzigen Zeit, aus meiner Sicht, nicht sein! Kurz nach den Ferien und kurz vor den Sommerferien trifft der Blog den Nagel auf den Kopf.

Warum ich dieses Thema gewählt habe? Ich will dazu beitragen, den Familien und vor allem den Kindern einen „tatsächlichen“ Urlaub zu bescheren. Wie ich das meine? Das werde ich Ihnen in aller Kürze und Würze in den nächsten Zeilen erklären! Es sind die Erlebnisse aus meinem letzten Urlaub mit meiner Familie und den ganzen Erfahrungen der letzten Monate im Kindercoaching.

Tja wo fange ich an… Ich will Ihnen mal ein paar Fragen stellen. Liebe Väter und Mütter, wieso fahrt Ihr mit Euren Kindern in den Urlaub, wenn Ihr doch die meiste Zeit im Urlaub vor Eurem Handy hängt, Emails liest und beantwortet und geschäftliche Telefonate führt? Sieht so Aufmerksamkeit und Liebe für Eure Kinder aus? Schaltet Ihr im Urlaub überhaupt mal ab? Gibt es denn einen Unterschied zwischen Alltag und Urlaub oder ist es nur der andere Ort und sonst ist alles gleich? Mit gleich meine ich- arbeiten, arbeiten und arbeiten! Sind Sie sich bewusst, was Sie dadurch Ihren Kindern signalisieren? Arbeit ist wichtiger als Ihr! Wollen Sie diese Botschaft wirklich an Ihre Kinder senden? Und bitte bringen Sie jetzt nicht das Argument, schließlich finanziere ich ihnen mit meinem Job den ganzen Urlaub und Luxus! Da haben Sie vollkommen recht, doch ist den meisten Kindern total egal, wo sie in Urlaub hinfahren! Sind es nicht wir Eltern, die die Malediven, Südafrika, USA, Gran Canaria, Frankreich und viele andere Urlaubsziele in tollen Luxushotels wollen?

Das Einzigste, was Kinder wollen, ist Liebe und Zuneigung, dass jemand mit Ihnen Zeit verbringt und spielt. Wo, ist Ihnen vollkommen egal! Ob zu Hause im Garten, am Campingplatz oder auf dem Bauernhof- hauptsache Mama und Papa sind mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit bei Ihnen. Den Einwand, wenn die Kinder im Urlaub auf dem Bauernhof bei den Tieren sind oder mit anderen Kindern spielen, brauchen sie uns Eltern ja nicht, finde ich unangemessen! Kinder sind kein Gegenstand den ich irgendwo parken oder abstellen kann, auch wenn sie manche Eltern hoffentlich unbewusst so „behandeln“! Auch nicht in einem 5 Sterne Luxushotel im Kinderclub, auch wenn die Betreuer noch so qualifiziert sind. Kinder merken dass, wenn sie nicht erwünscht sind, auch wenn sie es nicht sagen. Kinder wollen und brauchen das Gefühl, dass jemand am Besten ihre Eltern für sie da sind. Das „muss“ nicht immer direkt an ihrer Seite sein, sonst können sie sich nicht entfalten.

Und wenn Ihre Kinder neue Freunde gefunden haben und spielen, nehmen Sie mal nicht das Handy oder Tablet in die Hand, sondern „Zeit„! Ja- nehmen Sie sich Zeit für sich selbst! Versuchen Sie zu entspannen, den Körper wieder runter zufahren. Mal wieder ins Gleichgewicht zu kommen vom täglichen Stress.  Aber Achtung es tut gut! Das geht nicht mit Handy, Tablet oder Fernseher. Lassen Sie Ihre Gedanken schweifen, schauen in die Ferne, lesen ein gutes Buch, hören Musik oder unterhalten sich mit Ihrem Partner. Unser Körper ist während des Jahres die meiste Zeit im „Überlebensmodus“, was auf lange Sicht krank macht! Tun Sie nicht nur Ihren Kindern mit Aufmerksamkeit und Zuneigung was Gutes, sondern auch sich selbst.

Im Urlaub gibt es viele tolle Beobachtungen! Aber bitte erklären Sie mir doch, warum ich meine Kinder mit in den Urlaub nehmen „muss“, wenn ich sie doch augenscheinlich nicht dabei haben will? Oder wie würden Sie die folgende Situation einschätzen. Als ich mit meiner Familie im Urlaub beim Essen saß, gab es um uns herum immer wieder Familien, bei denen die Kinder in ihre Tablet´s starrten und nebenbei aßen- zu jeder Tageszeit! Warum? Damit die Kinder Ruhe geben, sich die Eltern nicht darum kümmern müssen oder einfach nur Bequemlichkeit? Wo ist der Mehrwert für ein Kind egal welchen Alters, wenn es nur „glotzt“? Bitte wenn Sie eine Antwort für mich haben, lassen Sie es mich wissen, ich habe bis Heute für mich noch keine plausible gefunden. Liebe Leute ich verstehe die Welt nicht mehr…Sind diese Kinder Wunschkinder die aus voller Überzeugung, Liebe und Dankbarkeit in die Welt geboren wurden? Mir persönlich tun einfach nur die Kinder leid! Liebe Eltern, wie würde es Euch gehen, wenn mit Euch so umgegangen würde? Diese Antwort geben Sie sich bitte ganz bewusst und ehrlich selbst! Wenn ich dann am Nebentisch auch noch höre, dass die beste Erfindung die Tablet´s sind, da wir die für beide Kinder jeweils im Auto an den Vordersitzen befestigen können, falle ich fast vom Glauben ab. Die Begründung, wir sparen uns wenn wir 6 Stunden in den Urlaub fahren 1 Stunde Fahrzeit, weil wir nicht so viele Pausen benötigen und die Kinder wenigstens mal Ruhe geben, ist interessant. Zu meiner Zeit, haben sich meine Eltern noch gerne und bewusst mit mir beschäftigt. Mit Spielen wie „Nummernschild“ raten, Ich sehe was, was du nicht siehst oder gemeinsam Kinderlieder anhören und mitsingen. Und wenn es nicht mehr ging, einfach mal eine Pause einlegen mit bewegen und spielen an der frischen Luft und weiter geht´s. Das tut auch dem Fahrer gut und fördert die Konzentration für die nächste Etappe.

Mein Anspruch ist es nicht mit meinen Zeilen irgendjemanden persönlich anzugreifen. Es gibt viele Familien, wo Vieles ganz wunderbar läuft. Auch weiß ich, dass jeder im Umgang mit seinen Kindern versucht sein Bestes zu geben. Ich will wachrütteln und Ihnen mal die andere Seite der Medaille zeigen. Meine große Bitte ist es, dass sich jeder mal wieder bewusster mit den ganzen Entscheidungen und Gedanken rund um seine Kinder, sich selbst und dem Thema neue Medien in der Familie beschäftigt! Wie und was sie daraus machen ist Ihre Angelegenheit, doch Sie werden es nicht bereuen, weder für Ihre Kinder noch für sich!

Zum Start in die Ferienzeit, wünsche ich Ihnen ganz viel Mut was zu ändern und gebe Ihnen noch einige Affirmationen mit, die die Sommerzeit noch lebenswerter machen:

Ich liebe meine Familie.

Ich gönne mir Ruhe.

Ich kenne und achte meine Bedürfnisse.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen traumhaften Sommer und freue mich wenn der Artikel oft geteilt wird wie irgendwie möglich. Tun Sie es für die ganzen tollen, wunderbaren und einzigartigen Kindern auf dieser Welt.

Mit familiären Grüßen

Ihr

Marcus Kerti

Dipolom Mentaltrainer- Kindermentaltrainer

#3- Torhüter…

BergpanoramaIrgendwie ein seltsames Blog Thema? Was will er uns denn damit sagen? Eine Antwort auf diese Fragen und viele weitere gebe ich euch in den nächsten Zeilen.

Nachdem ich viel mit Sportlern arbeite, habe ich mir die Frage gestellt- sind wir nicht alle irgendwie „Torhüter“? „Torhüter“ unseres eigenen Lebens? Ergeht es uns nicht auch oft so, dass wir Einzelsportler in einem Mannschaftssport sind! Also übersetzt, obwohl wir in einer Familie leben oder eingebunden sind in einen Freundeskreis, fühlen wir uns ab und zu als „Außenseiter“ oder „Außenstehende“. So wie es einem Torhüter nach einem Fehler passieren kann, der zur Niederlage führt! Überlegen Sie sich mal ganz bewusst, wie es einem Torhüter nach so einer Situation geht? Viele machen ihn vielleicht für die Niederlage verantwortlich- Mitspieler, Trainerstab, Zuschauer und Medien…

So oder so ähnlich ist es dem Einen oder Anderen bestimmt in seinem Leben auch schon mal ergangen- das Gefühl allein gelassen zu sein. Im täglichen Leben kommt es oft zu Situationen, in denen wir einen Fehler machen. Jeder macht Fehler, denn wir sind Gott sei Dank alle Menschen. Die entscheidende Frage in dieser Situation ist doch- wie gehe ich damit um? Die Kritik, die uns entgegen schlägt, ist beim „Torhüter“ und „Menschen“ gleich. Beruflich, familiär und im Freundeskreis, gibt es auch immer wieder Leute die euch für „etwas“ verantwortlich machen.

Nur was tun? Für mich in meiner Arbeit mit Sportlern, Kindern und auch allen anderen Menschen ist wichtig, dass Fehler zum Leben und der Weiterentwicklung gehören, wie die Luft zum Atmen. In solchen entscheidenden und bewegenden Momenten ist es wichtig, dass wir uns auch weiterbewegen, nicht in Schockstarre verfallen, wir weiteratmen und den Blick nach vorne richten. Was geschehen ist, ist geschehen! Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber unsere Zukunft eigenhändig gestalten! Es ist auch egal wer schuld ist! Blick geradeaus Richtung Ziel!

Auf dem langen Lebensweg gibt es immer mal Abzweigungen, die zu diesem Zeitpunkt nicht die Richtigen sind. Und manche Wege zum Ziel sind noch gesperrt oder noch nicht gebaut worden. Sei es auch nur in Eurem Kopf, weil nicht vorstellbar! Dann kann auch ein im ersten Moment als Umleitung wahrgenommener Weg schlussendlich der Richtige sein!

Glaubt an Euch. Glaubt daran die richtige Entscheidung zu treffen. Glaubt an Eure Stärken. Glaubt an Euer Wissen ein einzigartiger und besonderer Mensch zu sein. Was „Andere“ über Euch sagen, schreiben oder denken ist ihre Sache. Lasst Euch davon nicht beeindrucken und geht Euren Weg. Werdet zum besten „Torhüter“ Eures eigenen Lebens.

Seid Euch auch bewusst wie Ihr in Zukunft mit anderen „Torhütern“ umgeht, die einen Fehler gemacht haben.

Genießt den Start in den Juni und alles, was zum Sommer gehört, auch und besonders mit den neuen Affirmationen

Ich glaube an mich.

Ich respektiere und achte mich.

Ich weiß, was richtig für mich ist.

 

Euer

Marcus Kerti

Diplom Mentaltrainer

selbst-bewusst-sein

#2 Unterstützung holen- erlaubt?

MarkuskapelleWie gehen Sie damit um? Holen Sie sich Hilfe? Lassen Sie andere Meinungen zu? Sind Sie dankbar für einen gut gemeinten Rat?

In meiner absoluten Begeisterung als Coach und Trainer, ist das ein Thema, dem ich sehr häufig begegne!

In unserer Gesellschaft wird es meistens als Schwäche ausgelegt, wenn sich jemand Hilfe, Unterstützung, Begleitung oder einen Rat holt- leider!

Nach dem Motto: „Schaut euch mal den an, der schafft das nicht mal alleine, der braucht Hilfe.“

Schauen Sie sich doch die erfolgreichen Persönlichkeiten auf unserem Planeten an. Die Meisten die richtig erfolgreich sind, und damit meine ich nicht nur materiell erfolgreich, zeichnet eine Tugend aus- Sie holen sich „Hilfe“ von den Besten und lernen von Ihnen! Denn niemand von uns kann in allen Bereichen ein Spezialist sein. Sich Unterstützung zu holen zeigt für mich wahre Größe. Denn derjenige weiß für sich, dass er in einem bestimmten Punkt Potential besitzt das es zu entwickeln gilt. Dazu ist ein hohes Maß an Selbstreflexion erforderlich, sowie Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber dem eigenen „ICH“.

In dem Punkt „Unterstützung“ können wir von den modernen „Sporttrainern“ der Zukunft lernen. Auch wenn es hier noch „alte Besen“ gibt, die nicht immer besser kehren. Die „neue“ Generation an TrainerInnen zeichnen sich aus meiner Perspektive durch ihre „Managerqualitäten“ aus. Was heißt das konkret?

Ein Trainer, der sich mit seiner Persönlichkeit beschäftigt hat, weiß um seine Stärken. Somit weiß er auch welche Aufgaben idealerweise zu delegieren sind. Für diese speziellen Themen sucht er sich Spezialisten wie Mentaltrainer, Athletiktrainer, Physiotherapeut, Arzt, Ernährungsberater, persönlichen Coach, Co- Trainer um einige zu nennen. Die stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite und begleiten ihn und übernehmen ihre Parts eigenverantwortlich. Der Trainer von Heute ist Koordinator eines kleinen „Spezialistenunternehmens“ bei dem er die Personen auswählt, die für die optimale Performance seines Teams verantwortlich sind. Der Manager (Trainer) ist hauptsächlich für die emotionale und mentale Führung aller zuständig!

Was können wir für das tägliche Leben daraus lernen? Auch wir sollten uns idealerweise ein Team um uns herum zusammenstellen das uns unterstützt, in Situationen in denen wir Hilfe brauchen! Und vor allem in den Bereichen in denen wir kein Spezialist sind. Zum Arzt gehen wir doch auch, auch wenn Dr. Google schon vielen Leuten helfen konnte. Woher kommt denn diese vorhandene Unsicherheit nach Hilfe zu fragen? Für mich ist des Rätsels Lösung das fehlende Selbstbewusstsein, die „Mutter“  aller Stärken und die Grundlage für mehr Persönlichkeit.

Für mich gibt es in diesem Zusammenhang einen Klassiker- nach dem Weg fragen! Auch wenn aufgrund von Navi etwas aus der Mode geraten. Wie viele Umwege und Kilometer sind wir in unserem Leben gefahren, weil wir nicht nach dem Weg gefragt haben? Ich denke jeder von uns hat hier seine eigenen Erlebnisse, die ihm sofort einfallen.

In diesem Sinne, wo soll denn Ihr Weg hinführen und gibt es vielleicht Jemanden der Sie auf dem Weg begleiten kann? Halten Sie Ausschau nach Ihrem Unterstützerteam, auch in Verbindung mit den neuen Affirmationen für den Mai:

„Ich darf mir Unterstützung holen.“

„Ich kann Hilfe annehmen.“

Ich wünsche Ihnen einen bald beginnenden Frühling mit wärmeren Temperaturen

Ihr

Marcus Kerti

Diplom Mentaltrainer

selbst-bewusst-sein

#1-Gefühle und jetzt?

SonnenaufgangKönnen Sie sich noch an Ihre früheste Kindheit erinnern? Wie war es denn bei Ihnen mit Gefühlen? Durften Sie unabhängig von Zeit und Ort Ihren Gefühlen freien Lauf lassen? Oder mussten Sie sich in der Öffentlichkeit und auch zu Hause zusammenreißen und diese unterdrücken?

Jede noch so kleine Träne durfte unter keinen Umständen sichtbar werden, vor allem nicht wenn andere Leute das sehen könnten! Denn Gefühle zu zeigen wurde und wird in unserer Gesellschaft immer noch gleichgesetzt mit Schwäche. Und wer braucht schon „Schwächlinge“?

In einer Welt von schneller, reicher, schöner, besser, intelligenter, reicher, gesünder…und vielen weiteren Steigerungsformen bis hin zu Superlativen! Was die Welt braucht sind doch „Siegertypen“ und „Karrierefrauen“, da sind doch Gefühle das Letzte was wir brauchen…

Ich sage NEIN!!

Gefühle ist genau das, was wir wieder brauchen- Gefühle zulassen, ausleben und uns bewusst machen! Das führt langfristig aus meiner Sicht zu stetiger Gesundheit, denn Gefühle sind notwendig für unsere Lebensenergie.

Wer bestimmt denn, wer ein/e GewinnerIn ist? Ja- Sie ganz alleine legen die Kriterien fest, welche Sie zu einem/r GewinnerIn auszeichnen!

Die meisten von uns zeigen sich nach außen von Ihrer besten Seite- „Pokerface“, hart wie Stahl, nichts und niemand kann mich verletzen! Und wie sieht es in uns drinnen aus?

Erinnern Sie sich noch an meinen ersten Satz, zum Thema früheste Kindheit?

Wie ist denn bei Ihnen jetzt, ja genau jetzt -egal wo Sie meinen Blog gerade lesen- sind Gefühle gewünscht, erlaubt oder nur geduldet und werden belächelt, sogar über sie gelästert?

Werden Sie sich der Wichtigkeit der Gefühle wieder bewusst und tragen Sie jeden Tag dazu bei, dass auf unserer Welt Gefühle wieder das werden was sie tatsächlich sind- eine Bereicherung für unsere Lebensenergie und Lebensqualität. Hören Sie wieder vermehrt auf Ihr Bauchgefühl und Ihre Intuition!

Ich lade Sie ein, die nächsten Wochen mit einer neuen Affirmation Ihrem Leben jeden Tag einen kleinen und vielleicht entscheidenden Impuls zu geben:

„Ich lasse meine Gefühle zu.“

Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude und neue Erfahrungen.

Ihr Marcus Kerti- Diplom Mentaltrainer

selbst-bewusst-sein

#3-2-1-Start Lebensenergie Blog

IMG_0161Ja, ich kann die Stimmen förmlich hören…schon wieder ein neuer Blog, braucht der jetzt auch einen eigenen Blog und wem soll das schon was bringen?

Ja und Jeder hat für sich ein Stück weit recht wenn er Sachen hinterfragt!

Keiner „muss“ ihn lesen und doch „darf“ ihn jeder lesen.

Ich freue mich über Jeden, der meinen Lebensenergie Blog verfolgt, liest und teilt. Das Einzige was ich damit erreichen will ist, dass mir so viele Leute wie möglich eine Chance geben und einfach mal reinschnuppern.

Das Hauptziel meines Lebensenergie Blogs ist: MENSCHLICHKEIT!

Ich will keine sachlichen Themen, tiefgründig wirtschaftlich fundiert und am besten mit den neuesten Forschungsergebnissen belegt!

Nein, ich will Ihnen interessante Fragen, Ideen, Impulse und Mut mit auf den täglichen Weg geben, die sicherlich auch mal einen Link zu Artikeln enthalten.

Was soll jetzt der Blog bringen? Also übersetzt: Wo liegt der Mehrwert, Nutzen und was ist das Ziel des Blogs?

Er soll Sie zum Nachdenken bewegen, Ihnen Dinge bewusst machen und zum Hinterfragen von bestimmten Themen anregen!

Was ist die Stärke des Lebensenergie Blogs?

  1. Er ist einfach und verständlich geschrieben
  2. Er ist kurz und interessant aufgebaut
  3. Er fördert Ihre Lebensenergie und Lebensqualität
  4. Er fordert sie zum Nachdenken und Hinterfragen auf
  5. Er beinhaltet in jeder Ausgabe eine Affirmation als kleines Dankeschön

Denken Sie daran oder sagen Sie sooft wie möglich am Tag diesen inspirierenden Satz. Lassen sie das positive Selbstgespräch (Affirmation) zu und beobachten für sich, was die nächsten Wochen passiert! Auch heute habe ich für Sie schon eine Affirmation zum Start in den Lebensenergie Blog herausgesucht:

„Ich öffne mich für Neues.“

Ich freue mich von Ihnen zu hören um den Lebensenergie Blog weiterzuentwickeln und immer neues Leben einzuhauchen…

Ihr Marcus Kerti- Diplom Mentaltrainer

selbst-bewusst-sein